Please activate JavaScript!
Please install Adobe Flash Player, click here for download

Unternehmensleitbildern als wirtschaftsethische Herausforderung

86 In Reflektion der Kultur und der Werte des Unternehmens A zeigt sich, dass die Führungskräfte in einem Spannungsfeld zwischen starker Reglementierung einer- seits und dem kontinuierlichen Streben nach Innovationen und Qualität für den Kunden andererseits agieren. Die Größe des Unternehmens ist zugleich Hemm- schuh und Chance, so wird einerseits eine gewisse Trägheit in Entscheidungspro- zessen beklagt und andererseits die Vielfalt und der Gestaltungsspielraum gelobt. Anzeichen für eine emotionale Bindung an das Unternehmen i.S.v. „Ich bin stolz für dieses Unternehmen zu arbeiten“ finden sich nur vereinzelt. Häufiger stellen die Befragten auf die Marktsituation und den Konkurrenzdruck ab und sehen das Unternehmen als Global Player in einer harten Wettbewerbssituation. Im Unternehmen B skizzieren die Führungskräfte ihre Unternehmenskultur ver- stärkt mittels folgender Attribute: a) Familienunternehmen (3 Nennungen) b) soziales Unternehmen (2 Nennungen) Diese Aussagen lassen sich wie folgt belegen: zu a) IP12: „(...) [ich] sage sehr gerne, dass die [Unternehmens]-Gruppe zumindestens deutschlandweit alle Mitarbeiter an Bord halten konnte, während andere Unter- nehmen, (...) Mitarbeiter entlassen mussten. (...) hier ist sicherlich wieder der Gedanke eines Familienunternehmens, wo man nicht AG-mäßig handelt, son- dern wirklich überlegt, wie stelle ich das Unternehmen gut dar, damit ich die Mit- arbeiter an Bord halten kann.“ zu b) IP11: „Also, ich beschreibe das Haus natürlich auch meinen Freunden und Be- kannten, und sage immer, also für mich ist [Name des Unternehmens] ein TOL- LES Unternehmen. Also eben wegen den Leitbildern, auch wegen der sehr star- ken sozialen Note und Verantwortung gegenüber der Gesellschaft. Ich könnte mir kein anderes Unternehmen vorstellen. Ich war schon bei anderen Unterneh- men.“

Seitenübersicht