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Unternehmensleitbildern als wirtschaftsethische Herausforderung

47 Die Zielgruppe wurde dabei durch folgende Spezifika charakterisiert: A) „Junge“ Führungskräfte mit einer Führungserfahrung von 0-10 Jahren und B) erfahrene Führungskräfte mit einer Führungserfahrung von mehr als 10 Jahren21 . Die Repräsentanten der Unternehmen in der Leitbildinitiative waren leitende Füh- rungskräfte im Bereich Human Resources22 . Im Zuge des internen Vorbereitungs- prozesses für die Erhebungsphase brach der Kontakt zu einem Unternehmen ab und konnte trotz intensiver Nachfrage und zahlreichen Kontaktaufnahmeversu- chen nicht wieder hergestellt werden. Schlussendlich verblieben zwei Unterneh- men der Leitbildinitiative, die bereit waren an der Studie zu partizipieren. Die Unternehmenszentralen beider Konzerne befinden sich in Deutschland. Un- ternehmen A ist der Pharma- und Chemiebranche zuzuordnen, während Unter- nehmen B als Mischkonzern23 am Markt agiert. Diese beiden Unternehmen räumten jeweils zehn Führungskräften die Möglichkeit eines persönlichen Interviews ein. Da beide Unternehmen weltweit agierende Konzerne mit unterschiedlichen Standorten sind, wurde entschieden, die Befra- gung auf Deutschland und darin auf eine in sich geschlossene Unternehmensein- heit der jeweiligen Konzerne zu konzentrieren. So fand die Befragung in Unternehmen A in einer Unternehmenseinheit statt, die der Pharmabranche zuzuordnen ist, während in Unternehmen B eine Unterneh- menseinheit ausgewählt wurde, die der Konsumgüterindustrie zuzuordnen ist. Dabei wurde in den Unternehmen unterschiedlich mit der konkreten Gewinnung der Probanden verfahren. In Unternehmen A erhielten die Probanden eine persön- liche Einladung des Repräsentanten der Leitbildinitiative, während Unternehmen B 21 Existierte unternehmensintern ein System, dass eine Führungskraft ab einer gewissen Führungserfahrung als Senior einstuft, wurde dies bei der Auswahl der Probanden berücksichtigt. 22 Diese Personen werden im Rahmen wissenschaftlicher Forschungsvorhaben als "gatekeeper" bezeichnet, da sie insbesondere bei qualitativen Studien als Schlüsselpersonen den Zugang zu Organisationen und Personen sicherstellen (vgl. Merkens (2000), S. 288) 23 Ein Mischkonzern ist gemäß Gabler (2015d) definiert als „Konglomerat; heterogener Konzern, bei dem zwischen den dem Konzern angehörenden Unternehmen keine leistungsmäßigen Zusammenhänge bestehen.“

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