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Unternehmensleitbildern als wirtschaftsethische Herausforderung

38 möglich. Die Ursachen für diese Inkonsistenz werden zum Teil bereits im Prozess der Leitbildformulierung ausgelöst. Rolf Dubs (1990)18 , zit. n. Knut Bleicher (1994), formuliert vier Gründe die zu in- haltslosen Formulierungen in Leitbildern führen: 1. Leitbilder werden nicht durch die Unternehmensleitung, sondern durch Stabsstellen und Berater erarbeitet. 2. Anstelle eines umfassenden Denkprozesses werden Reaktionsübungen durchgeführt. 3. Es fehlt an Aktionsplänen zur Implementierung, ebenso wie am Durchhal- tewillen. 4. Falsch verstandene Geheimhaltung führt zu nichtssagenden Leitbildern oder zu ungenügender Verbreitung der Gedankenwelt. Präventiv empfiehlt Knut Bleicher (ebd. S. 517 f.) folgende Prinzipien zur „Umset- zung von in Leitbildern niedergelegten Verhaltensweisen“: a. Gemeinsam Erarbeitetes ist schriftlich zu fixieren, vorzustellen und zu dis- kutieren (...). b. Einstellungstrainings sollen ebenso vorgesehen werden wie ein fortlaufen- der Einbezug in Bildungsveranstaltungen. c. Erstrebtes Verhalten soll an gedachten oder erlebten „incidents“ konkreti- siert und am Beispiel vorbildhaftem (liniengerechtem) Lösen von Problemen reflektiert werden. d. Ein Ombudsmann soll als Ansprechpartner für Beschwerden über nicht normengerechtes Verhalten ernannt werden. Ergänzend weist er auf den prozessualen Charakter der Leitbildentwicklung hin und betont, „Es ist der Weg, der zum Leitbild führt.“ (ebd., S. 518) 18 Dubs, R., 1990. Führen mit Leitbildern. Bericht der Tagung des Instituts für Führung und Personalmanagement an der Hochschule St. Gallen, 24./25. Sept. 1990

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