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Unternehmensleitbildern als wirtschaftsethische Herausforderung

25 nalen Kontext Synonyme wie „Mission Statement“, „Code of Conduct“ und „Char- ta“. In den USA sind so genannte "Compliance and Ethics Programs" eine feststehen- de Begrifflichkeit. Wie lassen sich diese Bezeichnungen differenzieren? Wo lässt sich das LvHW einordnen? Welche wissenschaftlichen Erkenntnisse gibt es bezüglich der Effekti- vität von Compliance and Ethics Programs? Diese drei Fragen stehen im Zentrum der nachfolgenden Ausführungen. Monika Knassmüller (2005) unterscheidet in ihrer Analyse von Unternehmensleit- bildern prinzipiell zwischen den Funktionen von Leitbildern als a) Instrumenten der betriebswirtschaftlichen Strategie- und Steuerungslehre (S. 13 ff.) und b) Instrumenten der kontextualisierten Kommunikationsform (S. 46 ff.). Unter a) differenziert sie zwischen „(...) expliziten, formalisierten Unternehmens- leitbildern, (...) die zu den Grundsatzdokumenten von Unternehmen (...) gezählt werden“ sowie dem Leitbild als „(...) mentales Modell, das einen Ideal- oder Arche- typus in Form von idealisierten und typisierten Vorstellungen einer organisierten Grundstruktur darstellt“ (S. 13). Letzteres ist häufig auf wenige Kernprinzipien oder Schlagworte verdichtet. Monika Knassmüller grenzt in ihrer Analyse von Unternehmensleitbildern weitere Grundsatzdokumente im deutschsprachigen und angloamerikanischen Raum ab. Im nationalen Kontext ordnet sie die sogenannten Führungsgrundsätze dem Un- ternehmensleitbild unter. Die Führungsgrundsätze beziehen sich handlungsleitend auf Führungskräfte sowie deren disziplinarisch zugeordneten MitarbeiterInnen und leiten sich zumeist direkt aus dem Unternehmensleitbild ab. (vgl. S. 14) 2.3.2.1 Mission Statement International wird das Unternehmensleitbild häufig dem „Mission Statement“ gleichgesetzt.

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