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Unternehmensleitbildern als wirtschaftsethische Herausforderung

23 Idealbild(es), ein Leitsystem an dem sich alle unternehmerischen Tätigkeiten ori- entieren (oder auch orientieren sollen).“ Hans Ulrich14 , zit. n. Knut Bleicher (1994, S. 512 f.), trägt folgende Anforderungen an (unternehmenspolitische) Leitbilder zusammen: - Allgemeingültigkeit - Wesentlichkeit - Langfristige Gültigkeit - Vollständigkeit - Wahrheit - Realisierbarkeit - Konsistenz - Klarheit Bezüglich der Diskussion des Konzeptes der Relevanten Inkonsistenzen (Abschn. 2.2.4), sind insbesondere die Gütekriterien „Wahrheit“ und „Konsistenz“ von Inte- resse. Im Ulrichschen Sinne müssen „Unternehmenspolitische Entscheide (...) den wirklichen Auffassungen und Absichten der obersten Führungskräfte entsprechen und durch deren eigene Entscheide und Handlungen sichtbar bestätigt werden“ sowie „(...) die Entscheidungen in sich konsistent sein, sich also nicht gegenseitig widersprechen.“ (vgl. ebd.) Wie herausfordernd es sein kann diesem Qualitätsanspruch in der Praxis gerecht zu werden, kommentieren Horst Steinmann und Georg Schreyögg (2002, S. 628) wie folgt: „Nur selten hat allerdings dieses Leitbild etwas mit der aktuellen Unter- nehmenskultur zu tun; meist sind es lediglich Wunschvorstellungen.“ Sonja A. Sackmann (2002, S. 205) schildert Leitbildinkonsistenz anhand eines Beispiels: „In den Unternehmensleitlinien (...) wird betont, wie wichtig innovatives Verhalten für den Erfolg des Unternehmens ist. Gleichzeitig wird von der oberen Ebene be- 14 Ulrich, H., 1990. Unternehmenspolitik. 3. Aufl. Bern: Haupt.

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