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Unternehmensleitbildern als wirtschaftsethische Herausforderung

16 Diese Kausalkette wird im Folgenden schematisch dargestellt: Handlungs- bedingungen (t1)  Handlungen (t1)  Handlungs- folgen (t1)  Handlungs- bedingungen (t2) Die Theorie der Ökonomischen Ethik proklamiert, dass Personen oder Institutio- nen, welche vorausschauend agieren, indem sie die Auswirkungen ihrer aktuellen Handlungen auf ihren Aktionsradius in der Zukunft projizieren, besser, im Sinne von verantwortlicher, ethisch Handeln. 2.2.5 Dilemma-Strukturen Andreas Suchanek (2007, S. 52) postuliert: „In einer Dilemmastruktur8 verhindern Informations- und Anreizprobleme, dass Investitionen in die Zusammenarbeit zum gegenseitigen Vorteil vorgenommen werden.“ Übertragen auf das Forschungsziel dieser Untersuchung werden Dilemma- Strukturen primär vor dem Hintergrund des Managements empirischer Bedingun- gen (Ebene 2 im Praktischen Syllogismus) in wirtschaftsethisch herausfordernden Entscheidungssituationen für Führungskräfte betrachtet. Die Ausgestaltung der empirischen Bedingung kann dabei sowohl in einem Informations- als auch in ei- nem Anreizproblem begründet sein, wie die Fallbeispiele zeigen werden (s. Kap. 4.6) und („Ad F“ in Kap. 5.2, S. 160). In diesem Zusammenhang ergänzt Andreas Suchanek (2014, S. 69) die Einfluss- faktoren erfolgreicher Kooperation: „All diese empirischen Bedingungen hängen eng mit dem Wollen und dem Können der Kooperationspartner zusammen, also mit ihrer Freiheit, d.h. ihrer Bereitschaft und Fähigkeit bzw. Möglichkeit, in diese Kooperation zu investieren.“ 8 Das in den Wirtschaftswissenschaften (und hier vor allem in der Spieltheorie) mit Abstand verbreiteteste Modell einer Dilemma-Struktur ist das so genannte Gefangenen-Dilemma. Siehe hierzu weiterführend: (Axelrod, 2000)

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