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Unternehmensleitbildern als wirtschaftsethische Herausforderung

12 Diese sollen in die Lage versetzt werden eine vernunftbasierte, im Sinne von be- gründete, ethische Urteilskraft zu entwickeln, indem sie lernen: - die Perspektive des unparteiischen Beobachters einzunehmen, - empiristische und normativistische Kurzschlüsse zu identifizieren und zu vermeiden, - relevante Inkonsistenzen zu identifizieren und zu vermeiden sowie - mit Dilemma-Situationen und Ambivalenzen adäquat umzugehen. (mod. n. Suchanek (2013, S. 10)) Diese zentralen Lernfelder werden nachfolgend erläutert und anschließend um eine weitere zentrale Konzeption innerhalb der Ökonomischen Ethik ergänzt: Spielzüge, Spielregeln und Spielverständnis. 2.2.2 Der unparteiische Beobachter Die Perspektive des unparteiischen Beobachters ist von einer inneren Haltung geprägt, die es ermöglicht, das eigene persönliche Handeln in einer bestimmten Situation unvoreingenommen und neutral wahrzunehmen und bedingt durch die eigene innere Freiheit und Unabhängigkeit folglich zu einem fairen und ausgewo- genen Urteil zu kommen. George Bragues (2009, S. 451) beschreibt den auf den Moralphilosophen Adam Smith zurückgehenden, so genannten „impartial spectator“ als fiktive, zweite Per- sönlichkeit (neben der jeweils individuellen), die bei finaler Ausprägung vollum- fänglich informiert und in ihrer moralischen Urteilskraft über jeden Zweifel erhaben ist. „(...) Smith argues, by establishing a second personality that, figuratively speaking, stands outside of oneself, assessing one’s actual character through the eyes of an impartial spectator. At a minimum, such a perspective abstracts from the self- interest and controlling passions by which we largely justify or overlook anything questionable in our actions. When fully developed, the impartial spectator issues its valuations, having assimilated all the relevant information in the case at hand,

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