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Unternehmensleitbildern als wirtschaftsethische Herausforderung

186 verweisen – ein sogenannter normativistischer Kurzschluss (s. Kap. 2.2.3) vorzu- liegen scheint, da in den Artikeln unmittelbar von Ebene 1 auf Ebene 3 geschlos- sen wird, während die Handlungsgrenzen, denen die Wirtschaftsunternehmen und deren Repräsentanten unterliegen (empirische Bedingungen auf Ebene 2), zu- nächst unberücksichtigt bleiben. Es ist sehr wahrscheinlich, dass sich dieser Im- puls auch in den Köpfen der Leser fortpflanzt. Innerhalb ihrer ersten fünf Existenzjahre hat sich die Initiative in einem Bündel an gezielten Aktivitäten ihrer großen und sozialgesellschaftlich wichtigen Aufgabe gestellt. Mit der Formulierung des LvHW wurde im wirtschaftsethischen Sinne ein gemeinsames Spielverständnis über eine geteilte Haltung der Verantwortung von Unternehmen in Deutschland geschaffen, die sich dafür einsetzt, Entscheidungen gründlich zu reflektieren sowie im Besonderen in den benannten sechs Konfliktfel- dern dafür zu sensibilisieren, dass jede Handlung des Unternehmens Handlungs- folgen nach sich zieht und somit neue Handlungsbedingungen geschaffen werden. In dieser Kausalkette muss sich das Agieren im öffentlich-medialen Vertrauenstest als wirtschaftsethisch verantwortlich beweisen. Abb. 3 soll den Zweck der Initiative nochmals in Erinnerung rufen. Der zunehmen- de gesellschaftliche Vertrauensverlust gegenüber der Wirtschaft und deren Re- präsentanten sowie Agierenden gab den Anlass zur Entwicklung des LvHW. Aktu- ell repräsentieren 46 Unternehmen und acht Organisationen die Initiative, im Ver- gleich dazu betrug die Anzahl der Erstunterzeichner 21 im Jahre 2010.

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