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Unternehmensleitbildern als wirtschaftsethische Herausforderung

180 ner Entscheidung gekommen ist (...) und man lernt zunehmend, wen man in den Abstimmungsprozess mit einbinden muss, damit man zunehmend weniger (...) Dauerkonflikte heraufbeschwört. Aber zum anderen, das Einzige, das wesentlich Positive habe ich mitgenommen, dass der Konzern, also das Umfeld bei uns, durchaus dieses Herangehen för- dert, und ich eigentlich nur erlebt habe, dass es positiv wahrgenommen wird, wenn man derartig mit solchen Fragestellungen umgeht. (...) Das wir natürlich ei- ne Firma sind, wo es nie einen Einzelnen gibt, der jetzt völlig alleine dasteht. Wenn ich selber nicht ganz sicher bin, dann habe ich halt so meine Peers, mit denen man sich austauschen kann.“ Die in diesem Beispiel geschilderte Handlungsstrategie „Vermitteln“ stellt sich im Schema des Praktischen Syllogismus wie folgt dar (Tab. 19): Tab. 19: Handlungsstrategie „Vermitteln“ im Schema des Praktischen Syllogismus Ebene1 Was ist wirklich wichtig?  Moralische Ideale - Schaden von Patienten abwenden. Offen und trans- parent die Öffentlichkeit über Fehler und Lösungs- ansätze aufklären. Die Community der Fachärzte einbinden und als Multiplikatoren in der Problembe- wältigung nutzen. (Werte des früheren Unterneh- mens leben.) Ebene2 Was hindert mich daran entsprechend zu handeln?  Empirische Bedingungen - interne Kommunikationsstrategie des Mutterkon- zerns „Wir sagen besser nichts.“ - skandalgeprägte Vergangenheit führt zur Ablehnung des transparenten Kommunikationsansatzes Ebene3 Was soll ich tun?  Bewertungen / Erwartungen Anspruch des Probanden: - Die Entscheider und Schlüsselfunktionen des Mut- terkonzerns von der Wirksamkeit der transparenten internen und externen Kommunikationsstrategie überzeugen, ohne die Patienten zu gefährden oder die fachliche Community in Unwissenheit zu lassen. - Der Proband strebt eigenverantwortliches, korrektes Handeln auf Basis seiner persönlichen sowie der Werte seines früheren Arbeitgebers an. In dieser Fallbeschreibung wird die Spannung zwischen (1) und (2) durch gegen- sätzliche Haltungen hinsichtlich des Umgangs mit sensiblen Informationen, die potentiell betriebswirtschaftliche sowie Reputationsschäden nach sich ziehen kön- nen, hervorgerufen (Culture-Clash).

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