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Unternehmensleitbildern als wirtschaftsethische Herausforderung

9 Sie fordert im interdisziplinären Dialog der Wirtschaftsethik „(...) konkret die Gleichrangigkeit in der Begründungsautonomie von Ökonomik und Ethik“ (ebd., S. 102) zu wahren und zu berücksichtigen. Felix Heidenreich (2012, S. 11 ff.) unterscheidet zwei grundlegende Theorietypen in der wissenschaftlichen Auseinandersetzung mit dem Begriff der Wirtschaftsethik sowie drei inhärente Gegenstandbereiche des Forschungsfeldes: Ebene 1: Die Mikro-Ebene fokussiert das ethische Handeln des Individuums. Ebene 2: Die Meso-Ebene fokussiert das ethische Handeln von Organisationen (auch als Unternehmensethik bezeichnet). Ebene 3: Die Makro-Ebene fokussiert die Wirtschaftsethik in ihrer Frage nach der Struktur der wirtschaftlichen Ordnung. Traugott Jähnichen (2008, S. 106) ergänzt noch eine vierte, die „Ebene der be- stimmenden Weltsicht, welche die historisch-kulturell geprägten Traditionen bzw. den Stil wirtschaftlichen Handelns thematisiert.“ Schließlich existieren gemäß Heidenreich (2012) in der wissenschaftlichen Diszip- lin der Wirtschaftsethik drei zentrale Denkschulen: 1. Die Integrative Wirtschaftsethik nach Peter Ulrich 2. Wirtschaftsethik als Institutionenökonomie nach Karl Homann 3. Die Theorie des Wertemanagements nach Josef Wieland. Aus dem Homannschen Ansatz entstand die Konzeption der Ökonomischen Ethik, die als theoretische Rahmenargumentation dieser Arbeit dient. Der Leitgedanke des Homannschen Ansatzes lässt sich in seiner Definition des Begriffs Ökonomik fassen (Homann & Suchanek, 2005, S. 4): „Die Ökonomik befasst sich mit Mög- lichkeiten und Problemen der gesellschaftlichen Zusammenarbeit zum gegenseiti- gen Vorteil.“

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