Please activate JavaScript!
Please install Adobe Flash Player, click here for download

Unternehmensleitbildern als wirtschaftsethische Herausforderung

170 „Sagen Sie der jungen Dame, Sie soll nach Hause gehen, soll sich morgen über- legen, ob sie kommt zum Arbeiten oder nicht.“ Dieses will und kann der Proband nicht akzeptieren und holt personalpolitische Informationen in Deutschland ein. IP11 „Ja. Also es war ein (...) Dilemma. (...) ich (...) habe nach Möglichkeiten ge- sucht, (...) um (...) auf der einen Seite für die Firma (...) in einem Land (...) wie in [Name des Landes], mit Rahmenbedingungen, [die] man berücksichtigen muss [eine Lösung zu finden] aber trotzdem einigermaßen die sozialen Werte nicht [zu verlieren].“ Dabei stößt er auf eine vertragliche Klausel, die jedoch nur auf den ersten Blick Abhilfe verspricht. IP11: „(...) es gibt eine Klausel, die heißt, die Mitarbeiterin darf bis zu einem Jahr zu Hause bleiben. Sie muss das unterschreiben, ABER wir haben jederzeit die Möglichkeit, in diesem Zeitraum sie fristlos zu kündigen.“ Der Proband hält diese Klausel innerlich für unsozial, legt der Hilfesuchenden je- doch den Vertrag vor mit Bitte um Unterzeichnung. „Sie kam dann zu mir, (...) sie hat Angst, das zu unterschreiben. Weil sie aus der Vergangenheit wusste, dass die Mitarbeiter entlassen werden.“ Um der jungen Mutter die Angst zu nehmen, verspricht ihr der Proband sich per- sönlich für ihre Wiedereinstellung einzusetzen. „Ich habe zu ihr gesagt, „Vertrauen Sie mir. WENN es eine Möglichkeit gibt, Sie zu behalten, dann werde ich dafür Sorge tragen, (...) ich kann es Ihnen NICHT garantieren, aber ich kann Ihnen versprechen, dass, wenn wir in diesem Zeit- raum, jemanden brauchen oder weiterhin brauchen, werden Sie die Arbeit be- kommen.“ Das war [Jahreszahl]. Und sie arbeitet heute noch in dem Unterneh- men.“

Seitenübersicht