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Unternehmensleitbildern als wirtschaftsethische Herausforderung

8 2 Grundlegende theoretische Konzepte Die vier folgenden Abschnitte geben zunächst einen sehr knappen, resümieren- den Überblick zur Theorie der Wirtschaftsethik, stellen anschließend ausgewählte Konzepte aus dem Bereich der Ökonomischen Ethik – der theoretisch- konzeptionellen Basis der vorliegenden Untersuchung – dar und leiten schließlich zu den theoretischen Grundlagen der beiden zentralen Forschungsgegenstände: Unternehmensordnungen und deren Substitute sowie zum LvHW. 2.1 Wirtschaftsethik In der Auseinandersetzung mit grundlegenden Schriften zur Thematik der Wirt- schafts- und/oder Unternehmensethik4 wird deutlich, dass viele Autorinnen und Autoren um Definitionen und Abhängigkeiten der beiden zentralen Kernbegriffe „Ethik“ und „Ökonomik“ ringen. Zu unvereinbar erscheinen beide auf den ersten Blick, nicht zuletzt aufgrund der Tatsache, dass ihre Wurzeln in sehr unterschiedli- chen, vermeintlich sogar gegensätzlichen Disziplinen zu finden sind – der Philoso- phie und der Wirtschaftswissenschaft. Bei intensiverer Betrachtung wird jedoch deutlich, dass der Mehrwert der Wirtschaftsethik eben genau in der Symbiose von philosophischem und ökonomischem Gedankengut liegt und einzig durch den in- terdisziplinären Brückenschlag die Reflektion wirtschaftlichen Handelns im Kontext aktueller gesellschaftspolitischer Herausforderungen möglich erscheint. Traugott Jähnichen (2008, S. 101) postuliert das Verständnis der Wirtschaftsethik als interdisziplinäre Aufgabe, wobei „(...) die Ökonomik menschliches Verhalten als Beziehung zwischen Zielen und knappen Mitteln mit alternativen Nutzungs- möglichkeiten untersucht, während die Ethik der Frage nachgeht, inwieweit die Kriterien des Guten und des Gerechten auf den Handlungsbereich der Wirtschaft bezogen werden können.“ 4 Zur Einführung und zum Überblick hierzu siehe (Heidenreich, 2012), (Aßländer, 2011), (Homann & Lütge, 2013), (Korff, 1999)

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