Please activate JavaScript!
Please install Adobe Flash Player, click here for download

Unternehmensleitbildern als wirtschaftsethische Herausforderung

166 Es ist hervorzuheben, dass jedes einzelne Element in diesem Dreiklang ähnlich einem Mobile unmittelbar miteinander verknüpft ist. So werden die Handlungen (3) der Agierenden im Unternehmen unmittelbar von den etablierten Spielregeln (2) und diese wiederum direkt von dem übergeordneten Spielverständnis (1) beein- flusst. Andreas Suchanek (2014) beschreibt das o.g. Modell in seiner Orientierungsfunk- tion, wobei der Fokus nicht allein auf den Handlungen und deren ethische Beurtei- lung beruht, sondern „(...) das „größere Bild“ betrachtet, d.h. die Voraussetzungen und die Folgen der Handlungen.“ (S. 24) Übertragen auf die Studienergebnisse beschreiben sowohl in Unternehmen A als auch in B einige Probanden die positiven Auswirkungen dieser Orientierungsfunk- tion. Sie hilft ihnen in Dilemma-Situationen angemessen zu agieren, da ihnen die Voraussetzungen für ihr Handeln bewusst sind und sie sich mit dem Gefühl „rich- tig“ zu handeln, i.S.v. gemäß der Spielregeln (2), daran ausrichten und orientieren können. Beispiel Unternehmen A: IP09: „Also ich finde (...) fördernd, wenn die Dinge klar runtergebrochen sind und beschrieben sind. Dass man einen Referenzpunkt hat, dass man sich darauf be- ziehen kann (...) dass dieses Rahmenwerk auch entsprechend ausdetailliert und greifbar ist. Das ist förderlich. Das hilft unglaublich, weil sonst bleibt zu viel Inter- pretationsspielraum und das ist dann für solche Entscheidungen für mich nicht optimal.“ Beispiel Unternehmen B: IP16: „(...) Jeder weiß, was Sache ist (...) und kennt das Spielfeld, in dem wir uns bewegen (...) wenn man sich dann halt raus bewegt, (...) weiß man das. Das sind alles intelligente Leute, und dann muss man auch die Konsequenz daraus/ Es hat mir geholfen, wenn das Ganze im Nebulösen gewesen wäre, wäre es extrem schwierig gewesen.“

Seitenübersicht