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Unternehmensleitbildern als wirtschaftsethische Herausforderung

165 te-Delta ausprägen zu einem Großteil zugleich eben jene sind, die den Führungs- kräften in Dilemma-Situationen das Agieren erschweren. 5.4 Implikationen für die Theorie der Ökonomischen Ethik Nachdem die Essenz der Untersuchungserkenntnisse in den vorherigen Abschnit- ten des Kapitel 5 erläutert und interpretiert wurde, soll im Folgenden der Versuch unternommen werden, einen Rückbezug auf die des Forschungsvorhabens zu- grunde liegende Theorie der Ökonomischen Ethik herzustellen. Insbesondere die folgenden Konstrukte werden vor dem Hintergrund der Studien- ergebnisse vertieft betrachtet und diskutiert: A) Spielverständnis, Spielregeln, Spielzüge B) Dilemma-Situationen und Handlungsstrategien 5.4.1 Spielzüge, Spielregeln, Spielverständnis (II) Dem Anspruch folgend eine praxistaugliche Ethik wissenschaftlich zu begründen und orientiert an den Bedürfnissen von Handelnden in Unternehmen zu operatio- nalisieren, fußt die Theorie der Ökonomischen Ethik auf einem zentralen Gedan- kenmodell „Spielverständnis, Spielregeln, Spielzüge“. Dieses Gedankenmodell wurde bereits in Kapitel 2.2.6 eingeführt. Sowohl das LvHW als auch die internen Unternehmensleitbilder – die beiden zent- ralen Forschungsgegenstände dieser Studie – finden sich in diesem Modell auf der Ebene des Spielverständnisses (1) wieder. Interne wie externe Leitbilder postulieren eine grundlegende Haltung, Überzeu- gung oder Einstellung mit expliziten Vorstellungen über „Dos and Don'ts“. Unter Spielregeln (2) werden die etablierten Standards und Normen gefasst, zu denen bspw. die Compliance-Richtlinien gehören. Die Spielzüge (3) schließlich bilden sich in den unmittelbaren Handlungen der Führungskräfte ab.

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