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Unternehmensleitbildern als wirtschaftsethische Herausforderung

162 5. unrealistische Zielvorgaben als Teil der Führungsphilosophie (als fehlgelei- teter Motivationsversuch; verursachen Gegenwehr) 6. Dominanz persönlicher Interessen vor Unternehmensinteressen 7. fehlender Mut (insbesondere junger Führungskräfte) zur Kritik an oberen Führungsebenen 8. Reibungsverluste zwischen zwei Abteilungen 9. Faktor Wirtschaftlichkeit und den daraus resultierenden Zwängen Bei genauerer Betrachtung finden sich hier viele der Faktoren wieder, die aus Sicht der Befragten das Delta zwischen proklamierten und gelebten Werten verur- sachen (s. „Ad D“, S. 154). Zur Darstellung des Zusammenhangs werden die o.g. Punkte den zuvor beschriebenen („Werte-Delta“)-Faktoren zugeordnet: Faktor Führungsverhalten: Punkte 6 und 4 Faktor Kommunikationskultur: Punkte 1 und 7+ Faktor Wettbewerb: Punkt 9. Wie bereits weiter oben angedeutet, zeichnen sich in diesen Hemmnissen die das Agieren der Führungskräfte in Dilemma-Situation erschweren bzw. diese sogar verursachen können, nach der Theorie der Ökonomischen Ethik so genannte rele- vante Inkonsistenzen ab. Ausgewählte Handlungsstrategien im Umgang mit den geschilderten Dilemma- Situationen werden beispielartig in Abschnitt 5.4.2 mit der Theorie der Ökonomi- schen Ethik verknüpft, um so die praktischen Herausforderungen von Führungs- entscheidungen in Dilemma-Situationen an der wissenschaftlichen Theorie zu spiegeln und daraus weiterführende Hilfestellungen für die Entscheider abzuleiten. 5.3 Prüfung der Arbeitshypothesen Zu Beginn der Untersuchung wurden entlang des Erkenntnisinteresses vier Ar- beitshypothesen entwickelt (vgl. Kap. 1.3). Diese werden nachfolgend anhand der vorliegenden Erhebungsergebnisse (vgl. Kap. 4.1-4.6) sowie der in Abschnitt 5.2 vorgenommenen Interpretation überprüft:

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