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Unternehmensleitbildern als wirtschaftsethische Herausforderung

153 während in Unternehmen B folgende vier Top-Werte als repräsentativ einge- schätzt werden: a) Innovationskraft (N=4), b) Nachhaltigkeit (N=3), c) Understatement (N=2) sowie d) Attraktiver Arbeitgeber (N=2). Anhand dieser Beschreibungen von Unternehmenskultur und -werten wird deut- lich, dass die subjektiv empfundene Kultur, ähnlich einem menschlichen Fingerab- druck, vollkommen einzigartig und nicht vergleichbar mit anderen ist. Während sich in Unternehmen A eine Tendenz zur Leistungs- und Expertenkultur andeutet, zeigt sich Unternehmen B eher als sozial bzw. am Menschen orientiert (s. Kap. 4.3). Das LvHW ist in seiner Konzeption (s. Kap. 2.4) eher nach außen orientiert und adressiert die Gesellschaft, indem es den Anspruch an das Handeln der Akteure in der Wirtschaft verdeutlicht und zugleich aufzeigt, welche Konfliktfelder sich im Zuge dieses verantwortlichen Handelns ergeben. Bereits hier wird deutlich wie herausfordernd es ist, die unterschiedlichen Unternehmenskulturen der insgesamt mehr als 40 Unterzeichner des LvHW in einem gemeinsamen Geiste miteinander zu verbinden. Unter Berücksichtigung der heterogenen Gesellschaft mit ihren viel- fältigsten Interessengruppen als Adressat des LvHW, erhöht sich die Komplexität und der Anspruch an Verständlichkeit und Akzeptanz des LvHW noch einmal um ein Vielfaches. Daher erscheint es unabdingbar über die Inhalte und das Grund- verständnis des LvHW miteinander in Dialog zu treten, sowohl innerhalb der Mit- glieder der Leitbild-Initiative, als auch zwischen der Initiative und den gesellschaft- lichen Anspruchsgruppen (weiterführend s. Abschn. 5.6).

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