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Unternehmensleitbildern als wirtschaftsethische Herausforderung

148 Diese begleitende Kommunikationsarbeit entzieht sich der Kenntnis der Proban- den und somit steigt deren Skepsis bzgl. der Operationalisierbarkeit der Leitbild- Inhalte. Dennoch halten die Probanden die Initiative mehrheitlich für gesell- schaftspolitisch relevant. Die letzte Frage im Zusammenhang mit der subjektiv empfundenen Botschaft des LvHW bezog sich auf die vermuteten Gründe für dessen Existenz (s. Kap. 4.1). Die Aussagen der Befragten können wie folgt klassifiziert werden: - Mit dem LvHW reagieren die Unternehmen auf den Druck seitens der Öf- fentlichkeit. - Mit dem LvHW klären die Unternehmen die Öffentlichkeit über „die Wirt- schaft“ auf. - Das LvHW ist Teil einer One Voice Policy der Wirtschaft. - „Dabei sein ist alles.“ - Das LvHW gibt Orientierung für interne Entscheider. Auffällig ist die starke Außenorientierung, die das LvHW laut Auffassung der Mehrzahl der Befragten aufweist. Es richtet sich demnach hauptsächlich an die „Öffentlichkeit“ und wird als Statement der „Wirtschaft“ interpretiert. Lediglich drei von 20 Führungskräften lassen in ihren Aussagen erkennen, dass das LvHW sowohl interne als auch externe Stakeholder gleichermaßen adressiert. Ist die Operationalisierung des LvHW durch die Führungskräfte unter Umständen deshalb so herausfordernd, da sich diese gar nicht als Adressaten des Dokumen- tes begreifen? E3: Was bedeutet es für den Probanden persönlich, dass sein Arbeitgeber zu den Unterzeichnern gehört? Die Meinungen der Befragten decken ein Spektrum von tiefer emotionaler, intrinsi- scher Überzeugung im Hinblick auf das Engagement des eigenen Arbeitgebers bis hin zu einer gewissen Gleichgültigkeit ab. Dabei ist ein Unterschied zwischen Un- ternehmen A und B zu beobachten. Die Führungskräfte des Familienunterneh-

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