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Unternehmensleitbildern als wirtschaftsethische Herausforderung

146 schon längere Zeit auch interne Kreise zieht und somit einen höheren Be- kanntheitsgrad aufweisen hätte können. Zu den vermuteten Gründen in der Zurückhaltung der internen Kommunikation des LvHW gehören: Vermutung 1: Fokus auf Kommunikation und Implementierung eigener, un- ternehmensinterner Leitbilder. Vermutung 2: Abwartende Haltung, Scheu davor der „First Mover“ zu sein. Vermutung 3: Überforderung bzw. Ratlosigkeit bzgl. der tatsächlichen Operationalisierung der Leitbild-Inhalte im engeren, konkreten Sinne. E2: Was versteht der Proband unter dem LvHW? Bis auf eine Führungskraft, der das LvHW zuvor bereits bekannt war, lasen alle Probanden das Dokument erstmalig und eigenverantwortlich in Vorbereitung auf das Interview. Auffallend ist, dass während der Rekapitulation der Leitbildinhalte unter der Fra- gestellung „Was war Ihr erster Eindruck als Sie das LvHW lasen?“ insgesamt 23 unterschiedliche Assoziationen in Form von adjektivierten Wertungen geäußert werden. Von den geäußerten Wertungen sind neun tendenziell negativ, so z.B. „kompli- ziert“, „oberflächlich“, „abstrakt“, neun tendenziell positiv wie bspw. „hilfreich“, „verständlich“, „bewusstseinsschärfend“ und fünf neutral einzuordnen, wie die Bei- spiele „allgemein“, „erwartungsgemäß“ und „vergleichbar mit den eigenen Unter- nehmenswerten“ verdeutlichen. Nur sehr wenigen Probanden (N=3) sind die adressierten Konfliktfelder als solche explizit in Erinnerung geblieben. Insbesondere jene sind jedoch aus Sicht der Leit- bild-Initiative ein besonderes Alleinstellungsmerkmal des LvHW auch in Abgren- zung zu vergleichbaren Dokumenten.

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