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Unternehmensleitbildern als wirtschaftsethische Herausforderung

132 nahme und Korruption gerät, (...) also das sind dann so Dinge, wo ich dann ein- fach so reagiere, dass ich im Zweifelsfall sage, dieses Regelwerk existiert, ich werde mich dran halten, ich muss mich dran halten, aber da schießen die Dinge manchmal etwas übers Ziel hinaus (...) Da ist dann der Einzelfall einfach nicht mehr dem angemessen. Aber selbst wenn ich das machen würde, habe ich da- mit Nachteile zu befürchten? Nein, weil das wäre dann sicher die ein oder andere Nachfrage und dann würde man das erklären können. Ich schließe aber gar nicht aus, dass es für unsere möglichen Kunden dann Nachteile hat.“ Dilemma 8: IP17 erläutert den Spagat zwischen vertraglichen Vorgaben und unternehmeri- schem Entscheidungsfreiraum: IP17: „Verträge sind wahrscheinlich ein gutes Beispiel. Da gibt es knallharte Vor- gaben von der Rechtsabteilung, wie Verträge auszusehen haben. Und dann geht man ins Ausland, und sagt, so, und das ist jetzt unser deutscher Vertrag, und den unterschreibt. Und dann sagt der, „Boar, (...) ich habe zehn Mitarbeiter. Wie soll ich denn die Haftung über 500 Millionen Euro akzeptieren?“ Und dann sind das Verträge, die ändern wir. Oder die ändere ich. Also, da sage ich dann auch meinen Mitarbeitern, wir entscheiden das dann. Und das ist dann auch entspre- chend, (...) wo ich dann weiß, welches Geschäft steht dahinter, aber das ist MEIN persönliches Ermessen, da sage ich, das geht da nicht an die Rechtsabtei- lung, das geht auch nicht mehr über meinen Abteilungsleiter. Und WENN es zum Streitfall kommt, DANN hätte ich ein Problem. Aber die Situation hatte ich noch nie. Also, das sind durchaus Firmen, wo ich sage, Leute, (...) wir können das jetzt über ein, zwei Jahre treiben, wir werden nie mit dem ein Geschäft machen, ob- wohl es der beste Dienstleister für uns wäre. Und DAS ist sicherlich (...) schon eine Dilemma-Situation. (...) wo ich dann versuche, mit meinem (...) unternehme- rischen Verständnis, (...) eher so auch Richtung Entrepreneur, wo ich sage, ICH muss jetzt entscheiden. Ich kann das jetzt nicht erst über hundert Stellen [spie- len], und vielleicht fühlt sich da noch jemand [verpflichtet] und möchte seinen Quark dazugeben. Und trifft dann diese Entscheidungen, und muss DANN aber auch im Umkehrschluss die Konsequenzen tragen, wenn es NICHT passt.“

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