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Unternehmensleitbildern als wirtschaftsethische Herausforderung

115 [da] (lachend) (...) man muss natürlich schon sehr gut sich überlegen, welche Kämpfe man da (...) kämpft.“ Im Zuge der Gespräche zur Fragestellung „Was tun Sie als Führungskraft, wenn einer Ihrer Mitarbeiter gegen die Werte verstößt?“ kam es zu einer interessanten Situation. Ein Proband durchläuft während der Beantwortung der Frage scheinbar einen Selbstreflexionsprozess, indem der Unterschied zwischen Compliance und Wertemanagement deutlicher zu werden scheint. Um den Verlauf besser nach- vollziehen zu können, wird ein Teil des Dialoges zwischen Interviewerin und Be- fragtem wiedergegeben. IP13: „Ich denke, es wird VERDAMMT schwer, erst mal einen Regelverstoß (...) festzustellen, konkret, und dann auch noch zu sanktionieren. Was ist denn UN- FAIR im professionellen Umfeld? (...) Ein Mitarbeiter im Finance-Bereich der ein Vier-Augen-Prinzip nicht einhält, verstößt gegen eine [Anweisung]. Das können wir auch sanktionieren. (...) Das sind aber Abläufe, die im Arbeitsrecht geregelt sind und NICHT in unseren Werten. (...) Mir ist KEIN konkreter Fall bekannt, wo wir (...) einen DIREKTEN Verstoß in erster Linie gegen einen WERT und NICHT in untergeordnete Regelungen hatten. Deswegen, wenn wir über Verstöße spre- chen, sind wir eigentlich eher auf der Ebene der (...) ARBEITSanweisung und so weiter.“ Interviewerin fährt mit nächster Frage fort... IP13: „Darf ich Sie ganz kurz unterbrechen?“ I: „Ja, gerne.“ IP13: „Die letzte Frage lässt mich noch nicht ganz los.“ I: „Ja, bitte.“ IP13: „Regeln sind ja in erster Linie dafür, dass man sie einhält, dann sollte auch jemand diese Einhaltung regelmäßig überprüfen und eventuell Maßnahmen ab- leiten, um die Einhaltung sicherzustellen. Jetzt frage ich mal ganz ketzerisch, WER überprüft denn in den Unternehmen die Einhaltung der Werte, ja? Also, die

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