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Unternehmensleitbildern als wirtschaftsethische Herausforderung

111 Ein Interviewpartner nutzt als Strategie die persönliche Ansprache in Kombination mit der Aktivierung von „Verbündeten“ als Multiplikatoren für seine Wahrnehmung. IP19: „Wenn man (...) das Thema Unternehmenskultur [nimmt], glaube ich, ist [der Dialog] enorm wichtig. (...) Wir [hatten] einen Mitarbeiter (...) der hat nicht so performt. Da war mir wichtig, ihm das Feedback zu geben (...) „Hey du bist einer von zehn. Die anderen neun müssen jetzt mehr arbeiten, weil du weniger arbei- test.“ (...) Also mir geht es da darum, dass die Leute es nicht nur aus meinem Blickwinkel sehen. Sondern durchaus auch sehen Mensch, wie wirken sie da vielleicht auf andere im Team? (...) Aber ich schaue dann durchaus, dass [ich] auch Verbündete finde und sage "Kannst dich ruhig mit deinem Kollegen XY un- terhalten. Der sieht das genauso." Und wenn er das Feedback nicht nur von ei- nem bekommt, dann wird der Druck einfach größer.“ zu c) In den Aussagen eines weiteren Probanden wird deutlich wie herausfordernd es für die Führungskraft zu sein scheint, zum offenen Dialog innerhalb des Teams zu ermutigen. IP06: „Zunächst einmal das Gespräch suchen. Grenzen aufzeigen. Wir haben zu verschiedenen Zeitpunkten dann zusammen mit externer Moderation Workshops durchgeführt, wo eben auch die anderen Kolleginnen und Kollegen (...) die Chance hatten sich zu äußern, Rückmeldung zu geben. Das auf eine Art und Weise, die eben für alle Beteiligten akzeptabel ist. (...) es ist eine Verantwortung für die Führungskräfte, aber es ist eben auch eine Frage der Gesamtkultur glau- be ich, die viel wichtiger ist, dahinter. Wie schafft man eine Atmosphäre innerhalb einer Abteilung, eines Institutes, wo jeder einzelne Mitarbeiter auch wirklich den Mund aufmacht und nicht darauf wartet, dass die Führungskraft einschreitet? (...) Dass es frühzeitig in der Gruppe selbst diskutiert wird und die nächste Eskalati- onsstufe dann so eingeleitet wird, dass auch sich jeder traut das zu sagen, was ihn wirklich im Alltag stört, behindert, verletzt. (...) Unterm Strich ist es eher schwierig. (...) Also es gibt schon an vielen Stellen eine sehr hohe Bereitschaft darüber zu reden. Trotzdem gibt es auch den (...) weit verbreiteten Effekt, dass

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