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Unternehmensleitbildern als wirtschaftsethische Herausforderung

104 Unternehmen A: IP02: „Ich hätte jetzt spontan gesagt, lange Zeit passiert da gar nichts. (...) weil es A, ein großes Unternehmen ist, B, wir in Deutschland sind. Und die Möglich- keiten, muss man einfach faktisch sagen, absolut gering sind. (...)Insofern wird viel Verhalten nicht irgendwie sichtbar gehandhabt.“ IP07: „Da gibt es wenig, das hängt dann sehr von dem Bereich ab, wie sehr je- mand da was durchsetzen will. Insgesamt (...) hat man das Gefühl, es wird relativ viel durchgehen gelassen. Also (...) man hat nicht das Gefühl, dass (...) gerade auf der Führungskräfteebene, wenn man sagt, da ist (...) jemand, der (...) augen- scheinlich gegen diese Werte verstößt, (...) dass das irgendwo Konsequenzen hat.“ IP10: „Verstoß gegen Werte in anderen Bereichen sind VIEL, viel schwerer zu messen. (...) Also wenn wir sagen, eins unserer Führungsprinzipien ist offenes, klares Feedback. Wenn jemand als Führungskraft Angst vor Feedback hat und sich deshalb keins holt, oder Feedback nutzt zum Drangsalieren von Mitarbeitern oder um sie irgendwie klein zu halten und nicht um sie zu entwickeln, dann KÖNNEN sie das nicht nur sehr, sehr schwer messen und werden es kaum her- auskriegen. Sie kriegen es eigentlich erst raus, wenn irgendeine Abteilung abso- lut notleidend wird.“ Unternehmen B: IP13: „Was mir deutlich schwerer fallen wird und wo mir wahrscheinlich auch kein Beispiel einfällt, wann haben wir gegen unsere Werte verstoßen, bewusst oder unbewusst? Wie sind wir damit umgegangen? Haben wir das sanktioniert? Ich meine, es gibt sicherlich eine Vielfalt an täglichen Regelverstößen, da brauchen wir bloß in die Personalakten gucken und schauen, wer hat die letzten Abmah- nungen bekommen? Wobei das sicherlich eher Banalitäten sind. Da denke ich weniger an unsere Werte. Vielleicht ist es auch viel schwieriger einen Mitarbeiter zu bestrafen, zu sanktionieren, [für] einen Verstoß gegen einen Unternehmens- wert, ja. Vielleicht ist es auch gar nicht möglich, vielleicht ist es auch gar nicht gewollt.“

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