Dr. Hans Geißlinger

MODERATIO MASTER ®

Hans Geißlinger, Dr. phil., Diplom-Sozialpädagoge und Diplom-Soziologe; Publizist und Autor mehrerer Bücher;1988 Gründung der Story Dealer AG Berlin, seit 2004 Gründungspartner und Geschäftsführer der Story Factory EXPEDERE GbR, Berlin. Studium der Sozialpädagogik in Regensburg und München; Studium der Philosophie, Soziologie, Psychologie, Politik und Germanistik in München, Paris und Berlin. Hans Geisslinger unterrichtete am Institut für Soziologie der Freien Universität Berlin und an der Humboldt Universität zu Berlin mit den Arbeits- und Forschungsschwerpunkten: Kultursoziologie, Kommunikations- und Handlungstheorien. In den letzten Jahren gestaltete und leitete Hans Geisslinger unzählige Workshops und konzipierte und organisierte medienstarke Interventionen für namhafte Auftraggeber im In- und Ausland. 

Eingriffe in das Organisiert sein. Zur Transformation von Organisationen und Kulturen

Wer davon ausgeht, dass die Einleitung von Veränderungsprozessen etwas mit der Vermittlung von Einsichten zu tun hat, ignoriert, dass das elementare Interesse sozialer Systeme – egal ob es sich dabei um Individuen oder Gruppen handelt – auf die Erhaltung ihres Zustandes und nicht auf seinen Wandel zielt. So gesehen erweist sich die Orientierung auf „Einsicht“ oder andere Verfahren zur Bewusstmachung von Problemursachen als kontraproduktiv, denn sie führt dazu, den Widerstand gegen die geforderte Veränderung zu verstärken. Um Unternehmenskulturen zu verändern, kann man Konferenzen und Workshops einberufen – oder man lässt die Teilnehmer eine veränderte Wirklichkeit spielerisch erleben. Schließlich reagieren die Bestandteile des kulturellen Körpers nicht auf die Weitergabe von Informationen, wohl aber auf eine neue ungewohnte Umgebung, d.h. auf das Generieren neuer Erfahrungen. 

Das Zentrales Charakteristikum der von Hans Geißlinger präsentierten handlungs- und erlebnisorientierten Methode ist es, Menschen in Geschichten zu verwickeln, um sie auf der Basis einer neu gestalteten „alternativen Wirklichkeit auf Zeit“ agieren zu lassen. Man verlässt das Gehäuse sozial gefestigter Verhaltensmuster und Rollenzuweisungen zugunsten einer neuen Figur, die zunächst aller sozialen und institutionellen Sicherheiten beraubt ist. Der methodische Ansatz weist in die Welt des Handelns, der Herausforderungen, des Anpackens, des Entscheidens, der Zuschreibung von Sinn und der Realisierung. Dazu bedarf es eines offenen Prozesses, dessen Ausgang nicht von vornherein definiert ist. Im Erlernen und Entwickeln der dafür benötigten Fähigkeiten liegt das eigentliche Potential zur Veränderung traditioneller Denklandschaften, zur Neuausrichtung als Prozess, von dem die Menschen sich selbst und andere dafür begeistern und dazu befähigen „out of the box„ zu denken, Absichten zu entwickeln und diese wirklich werden zu lassen.

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