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Ausbildung in Großgruppenmoderation / Ausbildung zum Großgruppen-Moderator

MODERATIO GroßgruppenModeratorIn (MGM)®
MODERATIO Certified Professional Facilitator (CPF)®

Veranstaltungen mit einer Großgruppe planen und moderieren:
Das Know-how für die Moderation (sehr) großer Gruppen

Die neue Ausbildung MODERATIO GroßgruppenModeratorIn (MGM)®. Podiumsdiskussion und Talkrunde, Real Time Strategic Change (RTSC),
SIX STEPS®-Konferenz und Open Space-Konferenz, World Café, Zukunftskonferenz: Wie geht das? In intensiven 3x3 Tagen erlangen Sie
alle notwendigen Techniken und Methoden zur Organisation, Durchführung und Nachbereitung der Arbeit mit Großgruppen und Publikum.

Jedes Training ist in sich geschlossen. Selbstverständlich können Sie jeden der drei Bausteine,
auch einzeln buchen und zu jedem späteren Zeitpunkt daran anknüpfen.

  • Sie kombinieren die praxisbewährten MODERATIOnstrainings zu einer umfassenden Moderationsausbildung!
  • Die drei Bausteine der Ausbildung sind jeweils in sich abgeschlossen und greifen ineinander zu einem Ganzen!
  • Sie wählen die für Sie passenden Termine und nutzen trotzdem die Vorteile einer Komplettausbildung "aus einem Guss"!
  • Sie werden nur von sehr erfahrenen Moderationsprofis trainiert!
  • Sie erhalten auf Wunsch kostenfrei, begleitend zu den Trainings, Einzelberatung!
  • Wir unterstützen Ihren Praxistransfer nach jedem Training durch Online-Coaching an der "MODERATIO-Hotline"!
  • Zertifizierung nach den international geltenden Richtlinien für die MODERATIO®-Ausbildungen.
  • Ihr Abschluss: MODERATIO - GroßgruppenModeratorIn (MGM)® / - Certified Professional Facilitator (CPF)®

 

  Modul 1 Großgruppen Moderation
(Sehr) Große Gruppen arbeitsfähig machen und effizient leiten
 
  Modul 2 Event Moderation
Events und Podiumsdiskussionen sicher und souverän moderieren
  Modul 3 Großgruppe trifft Event
Praxisworkshop nach dem Motto: Reflektieren, vertiefen, vernetzen
       
  PS Die Trainings sind in sich abgeschlossen und können daher auch einzeln gebucht werden.
Bei Buchung der kompletten Ausbildung erhalten Sie 10% Komplettbucherrabatt!
       
 

Download:

 


Teilnahmegebühr:

Euro 1.250,– je Training zzgl. MwSt und HotelGroßgruppenmoderation

Termine:

  • Modul 1: 17. – 19. Oktober 2012
  • Modul 2: 12. – 14. Dezember 2012
  • Modul 3: 20. – 22. Februar 2013

Trainer:

Stefan Eß / Bettina Kerschbaumer-Schramek

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MODERATIO Notiz #10:
Großgruppenmoderation

Moderation ist ein mächtiges, anerkanntes Werkzeug, wenn es um die Gestaltung von Besprechungen, Projektmeetings, Workshops ..., kurz Gruppengesprächen geht. Aber was tun, wenn es erforderlich ist, mit einer Großgruppe zu arbeiten? Eine Veranstaltung mit (mehreren) hundert Menschen kann man ja nun nicht gerade als „Gruppengespräch“ bezeichnen – oder doch? Diese Notiz gibt Auskunft darüber, was Arbeit mit großen Gruppen mit Moderation zu tun hat ... und worauf es dabei ankommt.

Großgruppen – wozu eigentlich?

Der globale Wettbewerb erzeugt Druck. Organisationen müssen effektiver, flexibler und kundenorientierter werden. Immer häufiger geht es in diesem Zusammenhang darum, die Organisation neu auszurichten, in kürzester Zeit „etwas zu bewegen“. Es soll „ein Ruck“ durch die Organisation gehen. Es muss „ein neuer Anfang“ gemacht werden, der Ruf nach „Change Management“ oder nach „schnellem Wandel“ wird laut ...

Ein neuer Anfang kann bei der Entwicklung einer Zukunftsvision beginnen aber auch dabei, eine bereits erdachte Vision in die Organisation hineinzutragen. Es kann bedeuten, strategische Zielsetzungen transparent und verstehbar zu machen oder Optimierungspotentiale auf breiter Front auf zu greifen ...

All das kann nicht durch „einsame Beschlüsse am grünen Tisch“ erreicht werden. Es kann nur gelingen, indem möglichst viele in den Prozess einbezogen werden, indem die Betroffenen als Beteiligte mitgestalten und so zum Veränderungsmotor werden!

Um dies in möglichst kurzer Zeit zu erreichen, sind moderierte „Low-Tech-Großgruppen-Konferenzen“ ein geeignetes Werkzeug.

Die Idee ist dabei die, dass die Versammlung (möglichst) aller Mitglieder einer Organisation oder Organisationseinheit eine emotionale Dimension hat, die anders nicht zu erreichen ist. Der viel strapazierte Spruch: „Wir sitzen alle in einem Boot“ wird erlebbar, ein reales Wir-Gefühl kann entstehen.

Zudem ist es in diesem Rahmen möglich, allen Mitarbeitern zeitgleich etwas mitzuteilen und mit allen an dem Thema / den Themen zu arbeiten, die im Brennpunkt des Interesses stehen.

Damit ein derartiger Prozess gelingt  muss dieser sehr genau geplant und sehr professionell durchgeführt werden.

Die Gestaltung eines derartigen Veränderungsprozesses bedarf daher eines erfahrenen Prozessberaters, oder „BusinessModerators“ wie wir sagen (vgl. MODERATIO-Notiz 7).

Das Arbeiten mit (sehr) großen Gruppen ist in der Moderation nichts Neues. Trotzdem wird diese spezielle Form des Moderierens immer wieder neu durchdacht und thematisiert und es werden Standardabläufe empfohlen. Die bekanntesten Ansätze der neueren Zeit sind hierzu sicherlich die Future Search Konferenz (nach Marvin Weisbord) die RTSC-Konferenz (nach Kathleen Dannemiller) und die Open Space Konferenz (nach Harrison Owen). Hierzu im folgenden ein kurzer, beispielhafter Überblick.

Aktuelle Ansätze

Future Search Konferenz / Zukunftskoferenz

Sinn & Zweck:

Bei einer Zukunftskonferenz geht es darum, die für die Teilnehmer im Rahmen ihres Themas relevanten Zukunftstrends zu finden bzw. zu benennen, Zukunftsvisionen zu entwickeln und Maßnahmen zu generieren, die den Beteiligten geeignet erscheinen, die gemeinsame Zukunft optimal zu bewältigen. Dabei kann es um die Langfristziele einer Region oder Kommune gehen oder um die Neuausrichtung einer Organisation oder eines Ressorts ...

Teilnehmer:

Die Teilnehmerzahl liegt im „klassischen“ Fall bei 72 Teilnehmern, dies entspricht 9 Tischen an denen jeweils 8 Teilnehmer sitzen. Angestrebt ist es, einen „Querschnitt der Organisation“ über Ressortgrenzen und Hierarchieebenen hinweg abzubilden. Häufig werden auch Partner, wie Lieferanten und  Kunden einbezogen.

Dauer / Zeitbedarf:

Eine Future Search Veranstaltung dauert in der Regel 2 - 3 Tage

Ablauf:

Die Teilnehmer vergegenwärtigen sich nach der Eröffnung zunächst, woher sie kommen „Was habe ich auf dem gemeinsamen Weg erlebt?“. Sie sammeln dann in einem zweiten Schritt das, was heute ist. Dazu gehört einerseits das Benennen dessen, worauf man Stolz ist und dessen, was man bedauert: „Prouds and Sorries“.
 
Andererseits gehört dazu auch das Zusammentragen der Zukunftstrends, die aus Sicht der Gruppe für die gemeinsame Zukunft Relevanz haben werden.

Im Weiteren werden in Kleingruppen Zukunftsbilder erarbeitet und in „Miniinszenierungen“  ausgetauscht, die letztlich zu Maßnahmen führen, die den Beteiligten geeignet erschienen, die gemeinsame Zukunft optimal zu bewältigen.

Besonderheit/en:

Die Teilnehmer sitzen an 8er-Tischen ggf. zunächst in gemischten und später in homogenen Gruppen zusammen.

Konferenz des Wandels / Real Time Strategic Change (RTSC)

Sinn & Zweck:

Hinter dieser Bezeichnung verbirgt sich ein Gestaltungsvorschlag zur Großgruppen-Moderation der dafür geeignet ist eine bereits skizzierte Vision oder Strategie in eine Organisation hineinzutragen.

Teilnehmer:

Die Teilnehmerzahl ist abhängig von der Größe der Organisation. Ziel ist es so viele Betroffene wie möglich einzubeziehen. Der Ablauf kann mit 20 Teilnehmern stattfinden aber auch mit einigen Hundert ...

Dauer / Zeitbedarf:

Eine RTSC-Konferenz dauert 1 - 21/2  Tage

Ablauf:

Ausgangspunkt einer RTSC-Veranstaltung ist es, bei den Teilnehmern Betroffenheit zu erzeugen; sie „aufzurütteln“. Die Teilnehmer sollen begreifen, dass das Thema etwas mit ihnen zu tun hat. Etwa, dass ihre Mitarbeit erforderlich ist, um eine anstehende Fusion zu meistern, die Firma oder den Standort zu sichern, oder die Qualität der Zusammenarbeit zu erhöhen ... Es geht darum, bei den Betroffenen Motivation zu schaffen, sich auf das Thema einzulassen. Dies kann auf unterschiedlichste Weise durch das Management und/oder externe Dritte (etwa wichtigen Kunden) geschehen.

Im weiteren Verlauf werden die im Vorfeld (z.B. in moderierten Management-Klausuren) erarbeiteten Vorstellungen der Geschäftsleitung präsentiert. Danach erarbeiten die Teilnehmer in Kleingruppen ihre Ideen und Wünsche dazu und präsentieren diese dem Plenum.

Die Vorstellungen der Teilnehmer werden dann (z.B. über Nacht) in die Erstversion eingearbeitet. Es folgt die Präsentation der neuen Version, die die Vorstellungen der Teilnehmer berücksichtigt, so dass der nun vorliegende Vorschlag ein gemeinsamer ist.

Im letzten Arbeitsschritt geht es dann – wie bei Moderationen meist – darum, Maßnahmen zu erarbeiten, die den Betroffenen geeignet erscheinen, die gemeinsamen Ziele (die Vision, die Optimierungsziele ...) zu erreichen.

Besonderheit/en:

Die Teilnehmer sitzen an 8er-Tischen ggf. zunächst in gemischten und später in homogenen Gruppen zusammen. Angestrebt ist die Einbeziehung und Identifikation der Teilnehmer in den geplanten Wandel.

Offene Runden / Open-Space

Sinn & Zweck:

Open Space steht für “Offener Raum” und meint, dass es – im  Rahmen eines Generalthemas – völlig offen ist, was von der Gruppe, die sich zu diesem Thema trifft, bearbeitet wird. In der Regel geht es um Optimierungsthemen.

Teilnehmer:

Eine Open Space Veranstaltung kann mit einer Workshop-Gruppengröße von ca. 10 Teilnehmern stattfinden aber auch mit bis zu 1000 Teilnehmern.

Dauer / Zeitbedarf:

Eine Open Space Veranstaltung dauert in der Regel 1 bis 21/2 Tage.

Ablauf:

Die Teilnehmer sitzen bei Open Space in einem (riesigen) Stuhlkreis; bei sehr großen Gruppen in mehreren Reihen hintereinander. In der Mitte des Kreises befinden sich Karten und Stifte und ggf. ein Mikrofon.

Nach Eröffnung der Veranstaltung werden die Themen gesammelt, die aus Sicht der Gruppe bearbeitet werden sollen. Dazu kann jeder aufstehen, in die Mitte des Kreises gehen und ein Thema auf eine Karte schreiben, das er zur Bearbeitung vorschlägt.

Das Thema / Anliegen des Schreibers wird von diesem dann kurz erläutert. Damit übernimmt er die „Patenschaft“ für dieses Thema.

Sind die Themen gesammelt, ordnen sich diejenigen, die kein Thema benannt haben am  „Marktplatz“ zur Weiterarbeit frei den vorgeschlagenen Themen und damit entsprechenden Kleingruppen zu.

Die Themen werden dann in parallel laufenden Mini-Workshops á 2 Stunden bearbeitet. Die Teilnehmerzahl in den Arbeitsgruppen ist beliebig.

Die Gruppen berichten am Abend im Plenum, in den „Abendnachrichten“ aus ihren Gruppen.

Anschließend werden die Berichte aus den Kleingruppen in bereitstehende PCs eingegeben, ausgedruckt und vervielfältigt. Am Morgen kann dann jeder Teilnehmer die „Morgennachrichten“ lesen. Als letzter inhaltlicher Schritt werden die Themen ausgewählt, die über die Konferenz hinaus weiterverfolgt werden sollen und entsprechende „Projektgruppen“ gebildet.

Besonderheit/en:

Die Regeln für die Zusammenarbeit sind konsequent auf Eigenverantwortung ausgerichtet. Die Teilnahme ist freiwillig! Die Gruppe organisiert sich so weit wie möglich eigenverantwortlich.

Die Moral von der Geschicht´

Letztlich geht es auch bei Großformen der Moderation – wie bei Moderation im Businessbereich (fast) immer – darum, Maßnahmen zu generieren, die den Beteiligten geeignet erscheinen, Visionen näher zu kommen, Ziele zu erreichen und/oder Schwächen oder Missstände abzubauen.

Wichtig ist dabei, dass man sich nicht der Illusion hingibt, man könne eine Großveranstaltung immer nach dem selben Strickmuster durchführen. Großgruppenarbeit ist - noch mehr als Workshop-Arbeit ohnehin - „maßgeschneidert“. Ausgehend von der aktuellen Problem- oder Aufgabenstellung und der davon abgeleiteten Zielsetzung ist für jede Aufgabe individuell ein geeignetes Veranstaltungsdesign zu entwerfen.

Freilich muss man nicht stets das Rad neu erfinden und kann sich die Arbeit erleichtern, indem man Anleihen bei „Standard- / Beispielabläufe“ nimmt.

Als Meta- oder Rahmenstruktur zur Planung auch von Großgruppen-Veranstaltungen bietet sich der MODERATIOnsZYKLUSÔ an (vgl. MODERATIO-Notiz 1).

Entscheidend ...

... ist aber was danach kommt. Ein „big-bang“ alleine bringt keinen (schnellen) Wandel. Soll eine Großgruppen-Konferenz nicht zum Strohfeuer verkommen, ist das alles Entscheidende das, was danach kommt.

Die Versprechen aus der Veranstaltung müssen eingehalten werden, die Vorhaben weiterverfolgt, (Zwischen-) Ergebnisse kommuniziert und „vermarktet“ werden ...

Großgruppen-Interventionen können stets nur ein Element eines größeren Ganzen sein, ein Werkzeug systemisch orientierten Veränderungsmanagements.

Josef W. Seifert | MODERATIO Notiz 10

 

   

Großgruppenmoderation